Eschach in Füssen in Ostallgäu, Bavaria, Germany — Central Europe
Hohes Schloß zu Füssen • Innenhof
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High Castle at Füssen • Inner Courtyard
Inscription.
Unter dem baufreudigen Bischof Friedrich II. von Zollern wandelte sich die feste Burg 1489-1504 in ein stattliches, aber auch durchaus wehrhaftes Burgschloß, das die Macht des Stadtherrn eindrucksvoll veranschaulichte.
Bischof Friedrich ließ zunächst einen schluchtartigen Halsgraben durch den westlich angrenzenden Bergrücken schlagen. Diese Maßnahme diente nicht nur zum besseren Schutz, sondern lieferte zugleich reichlich Baumaterial für die anstehende Großbaumaßnahme. Die dennoch durch das ebenerdige Gelände jenseits des Grabens weiter gefährdete Westseite sicherte Friedrich durch einen wuchtigen Geschützturm, der später als Gefängnisturm diente.
Auch der Torturm und Fallturm entstanden erst unter Friedrich, der zugleich die alten Mauern erhöhte und mit gedeckten Wehrgängen versah. Dem alten Burghof umbaute er zeitgemäß mit einer schmucken Dreiflügelanlage, wobei der Nordflügel neben der Küche auch den herrschaftlichen Repräsentationssaal und die Privatgemächer des Bischofs samt Privatkapelle im Dreifaltigkeitsturm aufnahm. West- und Südflügel dienten als Verwaltungs- und Wirtschaftstrakte. Im Ostteil des Hofes brachte man die Stallungen und Wirtschaftsbauten unter. Besonders aufwendig gestaltete man die Schloßkapelle St. Veit aus, die östlich an den Südflügel anschloß.
Einzigartig in Deutschland sind die 1499 baudatierten, exzellent ausgeführten illusionistischen Architekturmalereien, die Erker, Wimperge, Fialen, Fenster, Eckquaderungen und sogar Hakenbüchsen vortäuschen. Das baufällige Schloß wurde 1862/63 mit dem Einbau eines Amtsgerichtes mit Bezirksgefängnis revitailisiert. Seitdem erfolgten wiederholt Instandsetzungsarbeiten. Besonders sehenswert ist der alte Festsaal, der sog. „Rittersaal", mit seiner herrrlich geschnitzten Kassettendecke im 2. Stock des Nordflügels. Aber auch die Sammlungen der Staatsgalerie und der Städtischen Gemäldegalerie lohnen unbedingt eines Besuches.
Die Wasserversorgung des Burgschlosses stellte ein 20,3 m tiefer Brunnen im Nordflügel sicher.
Bildunterschriften
Glasgemälde „Die Lieb" von Hans Burgkmair d.Ä., 1504 datiert. Fenster im „Rittersaal" des Nordflügels. Bayer. Landesamt für Denkmalpflege.
Nordflügel. Aquarellierte Ansicht der Südfassade aus dem Jahr 1895, vor der Auffrischung der Malereien in den 1970er Jahren. Aufgrund dieser illusionistischen zu den echten Meisterwerken der deutschen spätgotischen Profanbaukunst.
Ansicht des Schloßhofes von Osten. Zeichnung von Domenico Quaglio. Um 1831-37. Das Burgschloß trägt deutliche Züge der Verwahrlosung. Links im Bild der Südflügel mit dem Chor der St. Veitskapelle, rechts die Hofseite des hohen Gefängnisturms. Auch die Stallungen, die sich ursprünglich im Vordergrund erhoben, stehen schon nicht mehr.
Text: Bire fur Burgerforschung Dr. Zeune • Gestaltung: Desigsbüro Andreas Koop • Burgenverlag Zeune und Koop
The buildings round the inner court of the castle were built in 1490-1504 by bischop Frederic of Zollern. The northern wing housed the kitchen, the magnificent great hall and the private rooms of the bishop, whereas the western and southern wings served as administration and economy quarters. The impressive great hall with its beautifully carved wooden ceiling is definitely worth a visit. The illusionistic paintings decorating the outer facades date from 1499; they are unique amongst German late-gothic architecture.
Captions
Glass painting titled "Die Lieb" (Love), dated 1504. Great hall of north wing.
View of the southern wing in 1895.
View of the inner court, seen from east. Drawn between 1831 and 1837. Amongst the badly neglected buildings we recognize the southern wing with the chapel of St. Veit to the left.
Erected 1999 by Bergvesten und Talsperren Burgenregion Ostallgäu-Außerfern.
Topics. This historical marker is listed in this topic list: Forts and Castles. A significant historical year for this entry is 1499.
Location. 47° 34.053′ N, 10° 41.907′ E. Marker is in Füssen, Bayern (Bavaria), in Ostallgäu. It is in Eschach. It can be reached from the intersection of Ritterstraße and Magnuspl.. The marker is located in the inter courtyard of the castle grounds. Touch for map. Marker is at or near this postal address: Ritterstraße 17, Füssen BY 87629, Germany. Touch for directions.
Regionally, it is in Europe, the European Union, Atlantic Europe, Central Europe, the Schengen Area, Western Europe, and the Western World. Historically, it finds itself in what was once the Roman Empire and specifically also the Holy Roman Empire.
Other nearby markers. At least 8 other markers are within walking distance of this marker: Hohes Schloss zu Füssen / High Castle at Füssen (within shouting distance of this marker); Hohes Schloß zu Füssen • der Fallturm / High Castle at Füssen • The Drop Tower (within shouting distance of this marker); Sympert Niggel (within shouting distance of this marker); Pfarrer Sebastian Kneipp / Pastor Sebastian Kneipp (about 90 meters away, measured in a direct line); a different marker also named Hohes Schloss zu Füssen / High Castle at Füssen (about 90 meters away); Hohes Schloss Füssen „Lange Stiege" / High Castle Füssen "Long Staircase" (about 90 meters away); Unter den Bögen Haus / Under the Arches House (about 90 meters away); Zächerlhaus (about 90 meters away). Touch for a list and map of all markers in Füssen.
Credits. This page was last revised on May 12, 2024. It was originally submitted on April 16, 2024, by James Hulse of Medina, Texas. This page has been viewed 120 times since then and 7 times this year. Photos: 1, 2, 3. submitted on May 12, 2024, by James Hulse of Medina, Texas.


