THE HISTORICAL
MARKER DATABASE
“Bite-Size Bits of Local, National, and Global History”
Feuerbach in Stuttgart, Baden-Württemberg, Germany — Central Europe
 

Das Dorf
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The Village

 
 
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Photographed by James Hulse, September 10, 2026
1. Das Dorf / The Village Marker
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Das Dorf
Die Feuerbacher Talsenke ist schon über 7000 Jahren besiedelt. Archäologische Funde belegen, dass bereits in der Jungsteinzeit Menschen hier lebten. Fruchtbarer Boden und frisches Wasser boten ihnen eine gute Lebensgrundlage.

1903 entdeckte der Feuerbacher Pfarrer Richard Kallee die heute noch sichtbaren Befestigungswälle und -gräben auf dem Lemberg. Der Ausgräber Peter Gössler gibt an, dass die – vermutlich schon in der Urnenfelderzeit (1300–800 v. Chr.) – sorgfältig erbaute Anlage Jahrhunderte später in keltischer Zeit erneut genutzt und durch den eilig aufgeschütteten mittleren Wall verkleinert wurde. Funde im Bereich der Eisenhans- und Leobener Straße zeigen, dass die Kelten auch im Tal siedelten.

In römischer Zeit trafen auf Feuerbacher Gebiet zwei Fernverkehrswege aufeinander, die von Pforzheim über die Hohewartstraße und von Heilbronn über Zuffenhausen her kommend zum Kastell in Bad Cannstatt führten. Im Bereich des Bahnhofs fand man die Reste zweier Gutshöfe und zwischen Feuerbach und Botnang lag eine große Töpferei, in deren Öfen aus dem tonigen Boden des Kräherwalds römisches Tafelgeschirr,
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sog. „Terra Sigillata“ hergestellt wurde.

Ab dem 6. Jh. n. Chr. ließen sich Alamannen in der Feuerbacher Talsenke nieder. Beim Bau von Häusern an der oberen Stuttgarter Straße stieß man 1911 auf ein etwa 300 Grablegen umfassendes alamannisches Gräberfeld und auf die Grundmauern einer romanischen Kapelle aus dem 7. Jh. n. Chr. Die Kapelle zeugt davon, dass die Alamannen zu dieser Zeit den christlichen Glauben angenommen hatten.

Aus Biberbach wird Feuerbach
Erstmals schriftlich nachzuweisen ist der Ort Feuerbach in einer mittelalterlichen Urkunde aus dem Jahre 1075. Darin wird er als „Biberbach“ bezeichnet. Im Laufe der Zeit wandelt sich der Ortsname über Buwirbach zu Fuerbach und letztlich zu Feuerbach. Das Feuerbacher Wappen, das 1907 anlässlich der Stadterhebung gestaltet wurde, nimmt Bezug auf diesen Namenswandel.

Im Stadtwappen findet sich ein weiterer Bezug auf die Geschichte des Ortes: Die strenge Teilung des Wappens in eine weiße und eine rote Hälfte geht zurück auf das staufische silber-rote Wappen der Herren von Frauenberg. Sie herrschten vom 13. bis zum 15. Jahrhundert über das Gebiet von Feuerbach, Botnang und
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2. Das Dorf / The Village Marker
Left marker of the three markers.
Zazenhausen. Die Stammburg der Frauenberger lag auf einer Bergnase direkt am Feuerbacher Weg. Von hier aus überblickten sie sowohl das Tal und die Verbindung nach Bad Cannstatt, als auch die steile Steige nach Stuttgart.

Die Frauenberger waren Feudalherren, denen die Dorfbewohner Abgaben und Frondienste erbringen mussten. Im Gegenzug errichteten sie in Feuerbach die erste Kelter und die erste Mühle am Mühlwasen. Außerdem stifteten sie für die Kirche, die ihnen als Grablege diente. Mit dem Erlöschen der männlichen Linie der Frauenberger wurde ihr Besitz unter der entfernteren Verwandtschaft aufgeteilt. Es folgte eine Zeit der Streitigkeiten und Unruhen, an deren Ende das verarmte Rittergeschlecht als Raubritter in die württembergische Geschichte einging. Die Ära der Frauenberger endete 1481 mit dem Verkauf der letzten Besitztümer a die Grafen von Württemberg. Unter Herzog Christoph wurde Burg Frauenberg 1567 abgebrochen. Die Steine nutzte man zum Bau der Stadtmauer von Stuttgart.

Elende Zeiten
Das 16. und vor allem das 17. Jahrhundert zählen zu den finstersten Zeiten Feuerbachs. Bauernkriege, Reformation, 30jähriger Krieg, Pest
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3. Das Dorf / The Village Marker
The markers are located on the lower level at the subway station.
und die pfälzischen Erbfolgekriege bestimmten den Alltag. 1534 wurde Württemberg evangelisch. In den darauf folgenden Glaubenskriegen fiel Feuerbach zweimal der Zerstörung durch spanische Truppen zum Opfer. Erste Pestepidemien rafften 1593 und 1594 über 430 Einwohner dahin. Zu allem Unglück erfroren zu Beginn des 17. Jahrhunderts die Feuerbacher Weinberge dreizehn mal in Folge, so dass die Bevölkerung einen wesentlichen Teil ihrer Erwerbsgrundlage verlor.

Während des 30jährigen Krieges (1618–1648) zogen immer wieder kriegerische Truppen und Flüchtlinge durch Feuerbach. 1634 und 1635 fielen 527 der etwa 900 Einwohner Feuerbachs Pest und Hunger zum Opfer. Die Verbleibenden wurden von marodierenden kaiserlichen Soldaten aus ihrem Dorf vertrieben. Der Ort wurde geplündert und in Brand gesetzt. Zehn Jahre später lebten wieder a die 400 Menschen in Feuerbach. Ganz langsam stieg die Bevölkerungszahl an, auch wenn der Ort während der Pfälzer Erbfolgekriege drei weitere Male von französischen Truppen ausgeplündert wurde.

Ende des 18. Jahrhunderts litten die Feuerbacher unter den Fronarbeiten für den exzentrischen Herzog Carl Eugen. Trotzdem
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begann sich die Lebenssituation in bescheidenem Maße zu stabilisieren. Der württembergische Hof und die Bewohner der Residenzstadt bezogen Lebensmittel auch aus Feuerbach. Außerdem entstand mit der großräumigen Erschließung der Steinbrüche am heutigen Killesberg neben Landwirtschaft und Weinbau eine weitere wichtige Einkommensquelle, die im kommenden Jahrhundert zahlreiche Arbeitsplätze in Feuerbach sicherte.

Von Steinbrechern, Wengertern und Milchmädchen
Fleißig, bescheiden und sehr ländlich ging es in Feuerbach fast das gesamte 19. Jahrhundert hindurch zu. Die verputzten Fachwerkhäuser des Dorfes gruppierten sich um Kirche, Kelter und Rathaus. Das Leben war von Landwirtschaft und Weinbau bestimmt. Reich wurden die Bewohner dadurch nicht, da die meisten nur sehr wenig Grund und Boden besaßen. Auf der Karte von 1826 sind die zahlreichen schmalen „Riemenäcker“ gut erkennbar, die im Laufe der Jahrhunderte durch Erbteilung entstanden waren. Da die Landwirtschaft kaum ausreichte, die Menschen zu ernähren, arbeitete fast in jeder Familie ein Mitglied zusätzlich in den Steinbrüchen am Killesberg oder als Waldarbeiter.

In den Feuerbacher Steinbrüchen brach man schönen, gleichmäßigen Schilfsandstein, der an zahlreichen Stuttgarter Bauten noch heute zu finden ist. Bereits Herzog Carl Eugen hatte ihn zum Bau seiner Schlösser in Stuttgart und Ludwigsburg verwendet. Die Arbeit in den Steinbrüchen war sehr hart. 1890 gelang es den Steinbrechern immerhin, erfolgreich die Einführung des 11-Stunden-Arbeitstages zu erstreiken. 1910 wurden die Steinbrüche geschlossen. Seit der Reichsgartenschau von 1939 sind sie im Tal der Rosen Teil des Höhenparks Killesberg.

Eine weitere wichtige Erwerbsquelle war die Vieh- und Milchwirtschaft. 1850 wurden in Feuerbach 480 Kühe gehalten. Die Milch verkaufte man vorwiegend nach Stuttgart. Dafür trafen sich Tag für Tag etwa 80 Frauen und Mädchen frühmorgens am Fuße des Feuerbacher Weges um, beladen mit Milch, Eiern und Gemüse, den beschwerlichen Weg nach Stuttgart anzutreten. Noch heute erinnert oben am Feuerbacher Weg eine steinerne „Gruhe“ (Ausruhbank) a die Milchträgerinnen. Hier stellten sie ihre schweren Waren ab, ruhten kurz aus, wobei sicherlich fleißig geschwatzt wurde, um dann in die Residenzstadt weiter zu wandern. Noch 1913 sind 57 Milchhandlungen in Feuerbach verzeichnet, obwohl durch die Industrialisierung die Milchviehhaltung im Ort stark zurück gegangen war.

Während Landwirtschaft und Viehhaltung heute in Feuerbach nicht mehr betrieben werden, ist der Weinbau nach wie vor präsent. Seit dem Mittelalter wird nachweislich Wein auf den Feuerbacher Hängen angebaut. Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich der Ort zu einem beliebten Ausflugsziel. A den Wochenenden kamen zahlreiche Stuttgarter mit der Bahn oder zu Fuß, um im gemütlich schönen Feuerbach einen „Grundechten“ zu trinken. Der Verkauf von Wein war so lohnend, dass der Hirschwirt wochenends eine regelmäßige Pferde-Omnibusverbindung zum Bahnhof einrichtete. Zeitweise gab es über 100 Gasthäuser und Weinstuben in Feuerbach! Noch heute wird auf 11 Hektar Wein angebaut.

Bildunterschriften
So könnte eine keltische Siedlung im Bereich Leobener Str. ausgesehen haben.

Römische Straßen (rot) und andere archäologische Fundorte auf Feuerbacher Gebiet.

Das Dorf Feuerbach um 1680, Abbildung aus der Kieser’schen Forstkarte.

Das Tor zum Alten Friedhof, Federzeichnung von Eberhard Holstein.

Die Steinbrüche gaben vielen Feuerbachern Arbeit, Gemälde C. S. von Martens 1845.

Blick in die obere Stuttgarter Straße am Ende des 19. Jahrhunderts.

Die „Wette“ an der Bachstraße, ca. 1890.

Blick in die Marktstraße mit Kelter, altem Rathaus und Hirschbrunnen.

Laden in der Feuerbacher Altstadt Ecke Brand/Gaisgasse, um 1910.

Der Mühlwasen (links die Bachschule) am Aufstieg nach Stuttgart war ein beliebter Ortsteil.

Scherbe einer römischen Terra-Sigillata-Formschüssel aus dem Kräherwald zur Herstellung von reliefverzierter Gebrauchskeramik. Zu sehen im Landesmuseum Württemberg.

Arbeiter bei Ausgrabungen im alamannischen Gräberfeld an der oberen Stuttgarter Straße. Hier wurden zwischen 1911 und 1928 unter Leitung des Stadtpfarrers Kallee insgesamt 138 Gräber freigelegt. Einige der Grabbeigaben wie eiserne Waffen, Gürtelschnallen, Fibeln, verzierte Knochenkämme und Glasperlenketten befinden sich heute im Landesmuseum Württemberg.

Richard Kallee (1854–1933).

Den Giebelstein des Tores zum Alten Friedhof aus dem Jahr 1621 findet man heute in der Stadtkirche St. Mauritius.

Die Fundamente eines Turms der Frauenberger Burg kamen 1973 ans Tageslicht. Die Grabungsstelle ist heute bis auf den obersten Steinring wieder mit Erde bedeckt. Zu finden sind die Überreste am Ende der Straße „An der Burg“.

Der Feuerbacher Ortskern im Jahr 1890 von Burg Frauenberg aus gesehen.

Die statistischen Zahlen der Feuerbacher Kirchenbücher zeugen von den schweren Lebensumständen in den Kriegswirren des 17. Jahrhunderts.

Marodierende Soldaten überfallen ein Dorf, zeitgenössischer Holzschnitt.

Müller Baitinger mit Familie vor seiner Scheune am Mühlwasen, um 1900.

Steinbrecher am Killesberg, um 1900.

Die Gruhe am Feuerbacher Weg.

Der Hirschbrunnen, der früher über eine hölzerne Teichelrohrleitung von einer Quelle an der Hohewarte gespeist wurde, war lange Zeit die zentrale Wasserstelle in Feuerbach. Hier wurde Zugpferde getränkt oder Fische geputzt, wenn die „Fisch-Gaßbrune“ ihren Marktstand aufbaute. 1895 legte man die alte Wasserversorgung still. Die Brunnensäule ging verloren. Der Trog stand lange Jahre in den Weinbergen. Durch das Engagement Feuerbacher Bürger wurde er 1978 an seinen alten Platz zurückgeholt.

Wengerter bei der Arbeit im Lemberg vor dem Ersten Weltkrieg. Die Arbeit im steilen Weinberg ist heute fast noch genauso aufwendig wie damals.

Gottlob Bofinger bei der Weinlese in den 1930er Jahren.

(English Translation)
The Village
The Feuerbach valley has been inhabited for more than 7,000 years. Archaeological finds show that people lived here as early as the Neolithic period. Fertile soil and fresh water provided a good foundation for their livelihood.

In 1903, Feuerbach pastor Richard Kallee discovered the defensive ramparts and ditches on the Lemberg that remain visible today. Excavator Peter Gössler reported that the carefully constructed site, probably dating from the Urnfield period (1300–800 BC), was reused centuries later during the Celtic period and reduced in size by a hastily built central rampart. Finds near Eisenhansstraße and Leobener Straße show that the Celts also settled in the valley.

In Roman times, two long-distance routes met in Feuerbach. One came from Pforzheim via Hohewartstraße, and the other from Heilbronn via Zuffenhausen; both led to the fort in Bad Cannstatt. The remains of two country estates were found near the railway station. Between Feuerbach and Botnang stood a large pottery, whose kilns produced Roman tableware known as “terra sigillata” from the clay-rich soil of the Kräherwald.

From the 6th century AD, the Alamanni settled in the Feuerbach valley. During house construction on upper Stuttgarter Straße in 1911, an Alamannic cemetery containing approximately 300 graves was discovered, together with the foundations of a chapel dating from the 7th century AD. The chapel shows that the Alamanni had adopted Christianity by that time.

From Biberbach to Feuerbach
The first written record of Feuerbach appears in a medieval document from 1075, which calls the settlement “Biberbach.” Over time, the name changed through Buwirbach and Fuerbach to Feuerbach.

Feuerbach’s coat of arms, designed when it became a town in 1907, refers to this change of name. Another feature of the coat of arms reflects the settlement’s history: its division into white and red halves derives from the silver-and-red arms of the Lords of Frauenberg from the Hohenstaufen era. From the 13th to the 15th century, they ruled the territories of Feuerbach, Botnang and Zazenhausen. Their ancestral castle stood on a rocky spur directly beside Feuerbacher Weg. From there, they overlooked the valley, the route to Bad Cannstatt and the steep road up to Stuttgart.

The Frauenbergs were feudal lords to whom the villagers owed payments and compulsory labor. In return, they built Feuerbach’s first wine press and its first mill at Mühlwasen. They also made donations to the church, which served as their burial place. When the male line of the Frauenberg family died out, its property was divided among more distant relatives. Disputes and unrest followed, and the impoverished knightly family eventually entered Württemberg’s history as robber barons. The Frauenberg era ended in 1481 with the sale of their remaining properties to the Counts of Württemberg. Under Duke Christoph, Frauenberg Castle was demolished in 1567. Its stones were used to build Stuttgart’s town wall.

Times of Misery
The 16th and especially the 17th centuries were among the darkest periods in Feuerbach’s history. Peasant wars, the Reformation, the Thirty Years’ War, plague and the wars over the Palatine succession shaped daily life. Württemberg became Protestant in 1534. During the religious wars that followed, Spanish troops destroyed Feuerbach twice. Plague epidemics in 1593 and 1594 killed more than 430 residents. To make matters worse, Feuerbach’s vineyards suffered frost damage thirteen times in succession at the beginning of the 17th century, depriving the population of an essential source of income.

During the Thirty Years’ War (1618–1648), troops and refugees repeatedly passed through Feuerbach. In 1634 and 1635, plague and hunger killed 527 of its approximately 900 inhabitants. Marauding imperial soldiers drove the survivors from their village. The settlement was looted and burned. Ten years later, approximately 400 people were again living in Feuerbach. The population slowly increased, although French troops looted the village three more times during the wars over the Palatine succession.

At the end of the 18th century, Feuerbach’s residents suffered under compulsory labor imposed by the eccentric Duke Carl Eugen. Nevertheless, living conditions began to stabilize modestly. The Württemberg court and the residents of the royal capital obtained food from Feuerbach. In addition, the extensive development of quarries on what is now the Killesberg created another important source of income alongside farming and winegrowing, providing numerous jobs in Feuerbach during the following century.

Quarry Workers, Winegrowers and Milkmaids
For almost the entire 19th century, life in Feuerbach was hardworking, modest and distinctly rural. The village’s plastered timber-framed houses clustered around the church, wine press and town hall. Farming and winegrowing shaped daily life. These activities did not make the residents wealthy, since most owned very little land. The map of 1826 clearly shows numerous narrow strips of farmland that had developed through the division of inheritances over the centuries. Because farming barely provided enough to feed people, a member of almost every family also worked in the Killesberg quarries or as a forestry worker.

Feuerbach’s quarries produced attractive, uniform sandstone that can still be seen in numerous Stuttgart buildings. Duke Carl Eugen had already used it to build his palaces in Stuttgart and Ludwigsburg. Quarry work was extremely hard. In 1890, the workers successfully went on strike to secure an eleven-hour working day. The quarries closed in 1910. Since the National Garden Exhibition of 1939, they have formed part of the Valley of Roses in Höhenpark Killesberg.

Livestock and dairy farming provided another important source of income. In 1850, Feuerbach had 480 cows. Their milk was sold mainly in Stuttgart. Every day, approximately 80 women and girls met early in the morning at the foot of Feuerbacher Weg to begin the difficult journey to Stuttgart, carrying milk, eggs and vegetables. A stone resting bench, known as a “Gruhe,” still stands at the top of Feuerbacher Weg in memory of these milk carriers.

Here they put down their heavy goods and rested briefly, undoubtedly chatting, before continuing to the royal capital. As late as 1913, Feuerbach had 57 milk businesses, although industrialization had caused local dairy farming to decline sharply. Although farming and livestock keeping are no longer practiced in Feuerbach, winegrowing remains. Wine has been cultivated on its slopes since the Middle Ages. At the end of the 19th century, the village became a popular destination. On weekends, many Stuttgart residents arrived by train or on foot to enjoy genuine local wine in pleasant, welcoming Feuerbach. Wine sales were so profitable that the landlord of the Hirsch established a regular horse-drawn omnibus service to the railway station on weekends. At times, Feuerbach had more than 100 inns and wine taverns! Today, wine is still grown on 11 hectares of land.

Photo Captions
This is how a Celtic settlement near Leobener Straße might have looked.

Roman roads (red) and other archaeological sites in Feuerbach.

The village of Feuerbach around 1680, illustrated on Kieser’s forestry map.

The gate to the Old Cemetery, pen drawing by Eberhard Holstein.

The quarries provided work for many Feuerbach residents. Painting by C. S. von Martens, 1845.

View of upper Stuttgarter Straße at the end of the 19th century.

The “Wette” on Bachstraße, around 1890.

View of Marktstraße with the wine press, old town hall and Hirsch Fountain.

Shop in Feuerbach’s old town at the corner of Brand and Gaisgasse, around 1910.

Mühlwasen, with the Bach School on the left, was a popular neighborhood on the uphill route to Stuttgart.

Fragment of a Roman terra-sigillata mold bowl from the Kräherwald, used to produce pottery decorated with relief designs. On display at the Württemberg State Museum.

Workers excavating the Alamannic cemetery on upper Stuttgarter Straße. Between 1911 and 1928, a total of 138 graves were uncovered here under the direction of town pastor Kallee. Some of the grave goods, including iron weapons, belt buckles, brooches, decorated bone combs and glass-bead necklaces, are now in the Württemberg State Museum.

Richard Kallee (1854–1933).

The gable stone from the Old Cemetery gate, dating from 1621, can now be found in St. Mauritius Church.

The foundations of a tower of Frauenberg Castle were uncovered in 1973. Today, the excavation is covered with soil again except for the uppermost ring of stones. The remains are at the end of the street “An der Burg.”

Feuerbach’s village center in 1890, viewed from Frauenberg Castle.

Statistics from Feuerbach’s church registers reveal the harsh living conditions during the wars of the 17th century.

Marauding soldiers attack a village. Contemporary woodcut.

Miller Baitinger and his family in front of their barn at Mühlwasen, around 1900.

Quarry workers on the Killesberg, around 1900.

The resting bench on Feuerbacher Weg.

The Hirsch Fountain was formerly supplied by a spring on the Hohewarte through a wooden water pipe. For many years, it was Feuerbach’s main watering place. Draft horses were watered here, and fish were cleaned when the woman known as “Fisch-Gaßbrune” set up her market stall. The old water supply was discontinued in 1895. The fountain column was lost, and the trough stood in the vineyards for many years. Through the efforts of Feuerbach residents, it was returned to its former location in 1978.

Winegrowers working on the Lemberg before the First World War. Working in the steep vineyards is still almost as demanding today as it was then.

Gottlob Bofinger harvesting grapes in the 1930s.
 
Erected 2012 by AG Erlebbare Stadtgeschichte.
 
Topics. This historical marker is listed in these topic lists: Anthropology & Archaeology • Disasters • Industry & Commerce • Settlements & Settlers. A significant historical year for this entry is 1075 CE.
 
Location. 48° 48.71′ N, 9° 9.553′ E. Marker is in Stuttgart, Baden-Württemberg. It is in Feuerbach. It is at the intersection of Wilhelm-Geiger-Platz and Grazer Str. on Wilhelm-Geiger-Platz. The markers are located at the lower level of the subway station. Touch for map. Marker is at or near this postal address: Wilhelm-Geiger-Platz 10, Stuttgart BW 70469, Germany. Touch for directions.

Regionally, this marker is in German Swabia. Globally, it is in Europe, the European Union, Atlantic Europe, Central Europe, the Schengen Area, Western Europe, and the Western World. Historically, it finds itself in what was once the Roman Empire, the Holy Roman Empire, and the former West Germany.

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Credits. This page was last revised on October 7, 2026. It was originally submitted on October 6, 2026, by James Hulse of Medina, Texas. This page has been viewed 6 times since then. Photos:   1, 2, 3. submitted on October 6, 2026, by James Hulse of Medina, Texas.
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Oct. 7, 2026